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Nach dem aktuellen Spieltag liegt der SVV mit elf Siegen aus zwölf Spielen klar an der Spitze der Tabelle. Gegen Sokol und Bischofswerda trat das Erwartete ein. Zwei Siege. Ohne Glanz und Gloria. 2:0, 2:1. Auch an diesem Heimspieltag  war der SVV nicht in der Lage, sein Potential abzurufen.

Potential… Sollte man vielleicht mal definieren. Manch einer im Team hat noch die goldenen Zeiten der Sachsenliga-Generation im Kopf. Anders kann man es sich nicht erklären, dass immer, wenn Instabilität im Spiel des SVV auftritt, es verbal auf dem Spielfeld rumort. Der SVV von einst ist nicht mehr der SVV von heute. Auch die Recken von einst haben nicht mehr das Potential von damals, geschuldet dem aktuellen Training, der Zusammensetzung der Mannschaft, die aktuell in keinster Weise an die der legendären Truppe ran reicht und der allgemeinen Spielstärke dar Liga, die einen schon manchmal „runterziehen“ kann. Trotzdem beherrscht der SVV in diesem Jahr die Liga, weil man am konstantesten von allen spielt und trotz allem die wenigsten deftigen Fehler macht.

Ein krasses Beispiel der gegenwärtigen Verfassung des SVV war das Spiel gegen den VVB. Schon im Spiel gegen Sokol hatte sich angedeutet, dass in allen Bereichen Defizite waren, die vom Tabellenletzten aber nicht genutzt wurden (16; 18). Gegen BIW wurde im Zuspiel gewechselt, was so geplant war und durchaus vertretbar nach einer eher durchwachsenen Leistung des Zuspielers. Obwohl sich BIW in der Mitte der Tabelle aufhält, war das der Unterschied zu Sokol, um den SVV zu beeindrucken. Wieder hatten alle Mannschaftsteile Probleme. Die traten aber so richtig zu Tage, als BIW nach dem 9:19 in Fahrt kam und der SVV sich mit 25:23 denkbar knapp den Satz sicherte. Wieder mal wurde mehr auf sich selbst als auf die Mitspieler geschaut und lautstark das sonst erfolgreiche taktische Konzept in Frage gestellt.

Im zweiten Satz kam zum eigenen Spielverständnis an diesem Tag der Fakt dazu, dass BIW plötzlich auf einem noch höheren Level spielte und der SVV wieder in allen Mannschaftsteilen kein Gegenmittel fand, Ordnung und Druck in die eigenen Aktionen zu bekommen. Den Zuspieler beim Stand von 12:20 zu tauschen, war mehr kosmetischer Natur, die 17:25 Niederlage klar und verdient. Der Tiebreak war dann wieder eine klare Sache für den SVV (15:6). Der Grund lag aber nicht in einer Leistungssteigerung des SVV oder speziell dessen Zuspielers, sondern daran, dass es zu einem Bruch im Spiel des VVB kam, von dem sich das Team nicht mehr erholte.

Beide Spiele gewonnen. Klarer Tabellenführer. Trotzdem keine gute Stimmung am Ende. Wir sollten uns wieder auf das besinnen, was wir zusammen auf dem Feld erspielen können. Gegenseitige Schuldzuweisungen und verbale Attacken haben auf dem Spielfeld nichts zu suchen. Da waren wir schon mal weiter.

Ich hoffe, dass wir uns nach den nächsten vier Spielen alle gutgelaunt zum Kreisfinale treffen.

Zum Heimspiel eierten rum: Ronny Mildner, Daniel Bens, Carsten Nitsche, Mirko Zimmer, Jan Eckhardt, Lutze Leuteritz, Lars Stech (ohne Einsatz, was macht der Schnupfen?), Thomas Bartusch, Robert Pistol, Philipp und Dirk Drechsler.

© Der Wischer

 

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