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Erst ein guter Zuspieler und dann die totale Flatter

Wenn der SVV als Spitzenreiter zum Punktspiel mit dem Siebten und Achten der Tabelle reist, dann sollte man sich als heimischer Fan keine großen Sorgen machen. Auch nicht, wenn mit Daniel ein Aktivposten in Angriff und Abwehr und allgemein positiver Motivation fehlte. Auch nicht, wenn die Halle fürchterlich laut und unglaublich hoch ist und zudem anfangs frostig. Auch nicht, wenn die Netzhöhe geschätzte 3 cm über dem vom FIVB festgelegten Maß liegt. Aber vielleicht doch, weil die Liga trotz aller Punkteunterschiede manch eine Überraschung bereithält.

Im Spiel Gnaschwitz gegen Weißenberg wäre man nicht auf die Idee gekommen, dass hier zwei gegen den nicht möglichen Abstieg kämpfen. Hammeraufschläge, schwungvolles Kombinieren, totaler Einsatz in der Feldabwehr und druckvolles Angriffsspiel zog sich durch das ganze Spiel. Weißenberg gewann nach einem Krimi, der die Kapazität des Spielprotokolls sprengte mit 25:18 und 32:30 (!). Spätestens da wusste der SVV, dass das an dem Tag kein Selbstläufer werden würde.

Gegen die Ganßauge Co. von Gnaschwitz gelang ein 2:0 (18; 22). Die Jugend in Form von Philipp durfte wieder im Zuspiel ran und er machte seine Sache sehr gut. Was natürlich auch daran lag, dass vieles von den Schwächen des Pokalfinales nicht zutage trat. Eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen. Dass der Erfolg nicht deutlicher ausfiel, lag natürlich daran, dass der Gegner beileibe keine schlechte Mannschaft ist. Die größere Konstanz und Erfahrung war aber auf der Seite des SVV und das zahlte sich letztendlich aus.

Es war schon etwas mutig, gegen Weißenberg den Zuspieler zu wechseln. Dirk hatte zu Beginn auch Probleme, das Niveau des ersten Spieles auf dieser Position zu halten. Im Satzverlauf nahm der SVV aber den Rhythmus des ersten Spiels auf und setzte sich stetig ab, um 25:18 zu gewinnen. Der zweite Satz endete mit demselben Ergebnis, hatte aber einen völlig anderen Verlauf. Zur Satzmitte stand es 13:3. Hätte Lars auf dem Spielprotokoll gestanden, hätte man sich eine Erklärung dafür basteln können. Der fehlte aber. The Machine war an diesem Tag der erst so wackelige Zuspieler. Er produzierte einen Flatteraufschlag nach dem anderen und Weißenberg hatte größte Probleme damit. Nach dieser Serie wurde wieder normaler Volleyball gespielt. Mit dem Effekt, dass der SVV von der Rolle war und der Gegner Morgenluft schnupperte. Beim 16:9 sah sich der SVV sogar zu einer Auszeit genötigt. So krampfte man sich bis zum zwanzigsten Punkt. Da war der Gegen schon auf zwei Punkte ran. Dann wechselte der Aufschlag wieder auf den Flattermann. Wieder fand der Gegner keine Mittel und der Satz fand mit 25:18 ein zügiges Ende.

Staffelsieg. Mit acht Punkten Vorsprung kann sich der SVV schon mal auf das Finale am 21.04. vorbereiten. Mit Sicherheit trifft man auf den SC und Blau-Weiß III aus Hoyerswerda, der zweite Teilnehmer aus der Oststaffel ist noch zu ermitteln. Obwohl es auch andere Meinungen gibt, halte ich nichts von einem Trainingslager in Vorbereitung auf das Event. Regeneration wird im Allgemeinen nicht hoch genug eingeschätzt. Aber darin sind wir ja sowieso Spitze und regelrecht austrainiert.

Zur Kür in Hoyerswerda nach der Pflicht in Gnaschwitz empfahlen sich John, Rocky, Jan, Carsten, Robert, Mirko, Thomas, Philipp und Dirk.

© Der Wischer

 

 

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